Mampfi, da kommt dein Arschitekt

Artikel aus  DIE ZEIT, 9/2001
von Susanne Mayer

Kann man an einem Wintergarten sterben? Oder seinetwegen zum Mörder werden?
Chronik eines Anbaus


Wenn Männer weinen, ist Herzklopfen angesagt. Ich hätte gewarnt sein sollen, als mir der junge Typ mit seiner Schaufel vor dem Haus entgegenkam und schluchzte, irgendwas von Isnichmeineschuld und Allesscheißehier. Dann sah ich das Loch. Rechte Wohnzimmerwand, aus der Mauer gebrochen: 2,40 Meter auf 1,20. Nordseite. Knalloffen, einfach so, zu meinem kleinen Garten hin. Und am nächsten Morgen wollte ich in Sommerurlaub fahren.

Vierzehn Tage Zeit für die Hamburger Unterwelt in jenem Juli, um alle meine Habseligkeiten - kleines blaues Sofa, Onkel Christians alten Schreibtisch, das Piratenhochbett der Kinder und andere Kleinigkeiten - abzutransportieren! Freie Heraustragung.

Wenn etwas gründlich schief zu gehen beginnt, sich unsere mühsam gebändigte kleine Lebensordnung in die Schräglage neigt und alles ins Rutschen kommt, wäre theoretisch immer noch Zeit, mit dem Fuß an der richtigen Stelle aufzustampfen und »Stopp!« zu rufen. Und alles bliebe an seinem Platz und wäre wieder gut. Mit solchen Überlegungen kann man sich Nächte um die Ohren schlagen; in der gemarterten Gehirnmasse nach den Momenten fischen, in denen noch alles zu verhindern gewesen wäre, die ganze Qual der letzten drei Jahre. Alle Entsetzlichkeiten, in die sich mein Wunsch verwandelte, an mein Reihenhaus einen Wintergarten anzubauen. Wäre irgendetwas zu verhindern gewesen?

An jenem Nachmittag, als ich mit fliegenden Fingern die Nummer des Architekten ins Telefon tippte und den zugegebenermaßen idiotischen Satz rief: »Das Loch ist offen!«, und der Architekt zurückröhrte: »Was stören Sie mich? Ich bin im Wochenende!« Das hatte den Ton von »Quengel nicht, Kleine«. Mit mentholcooler Stimme hätte ich hauchen müssen: »Sie sind gefeuert.« Aufgelegt, Schluss. Loch zumauern, Leben, hier bin ich. Das Loch hätte der Durchgang zum Wintergarten werden sollen. Gelegenheit verpasst.

Verpasst die Gelegenheit, als im Oktober ein fremder Kerl plötzlich im Garten stand, breitbeinig sich in dem Schlamm aufbaute, wo noch bis vor wenigen Tagen die niedliche Terrasse aus Naturstein gewesen war und in der Ecke der alte Rhododendron, in dem ein Igel hauste, alles gnadenlos demontiert für den Wintergarten; als der Kerl sich also da aufbaute und raunzte: »Wieso ist hier keine Bodenplatte? Ich will mein Stahlgestell montieren!« Er genoss es, wie sich die Verwirrung auf meinem Gesicht ausbreitete. Dann setzte er nach: »Und nächste Woche bekomme ich 50 000 Mark, und das ist vom Architekten zugesagt.«

Verpasst die Gelegenheit, als zwei Monate später das Gestell montiert war, schief die Träger, die Bodenverankerung mit Klötzchen notdürftig unterfüttert, und sich dann das ganze Eisenzeug innerhalb von zwei Tagen mit Rostpusteln überzog wie in einem Schwerstanfall von Akne, und auch da keine einstweilige Verfügung auf den Tisch geknallt: »... und stelle ich Ihnen bis Donnerstag 16.30 Uhr eine Frist, Ihren Schrott aus meinem Garten zu entfernen!« Verpasst.

Die Sache ist erklärungsbedürftig. Braucht der Mensch einen Wintergarten? Zwei Erklärungen kann ich vorweisen, eine ist vernünftig, die andere nur für die Seele. Die vernünftige geht so: dass wir auf 90 Quadratmetern wohnten, vier Leute. Wir wollten ein Esszimmer. In Erklärungsversion zwei gibt es ein Zimmer aus Glas, in dem leuchtet ein Licht, vor dem man wie eine Katze wohlig die Augen schließen muss. Es riecht nach heißluftgebackenen Korbsesseln. Es duftet noch nach Opas Zigarre. Ich habe hinter mir die Tür zum Wohnzimmer zugezogen, wo Mama mit Oma klönt. Ich bin jetzt für mich. Alles ist hier Sonne. Auf dem Boden vergilbt eine Zeitung. Es ist der wärmste und der schönste Platz auf Erden. Im Winter ist es der eiseskälteste. Über einem ist immer Himmel.

Natürlich hatte ich kein Geld für einen Wintergarten. Ich wollte für meinen Traum noch ein paar Jährchen oder länger sparen. Da guckte mich meine Schwester eines Tages an und fragte, wie lange ich denn dächte, dass man »in unserem Alter« etwas vor sich herschieben solle. Ich sah plötzlich, wen sie sah. Das führte mich in direkter Linie 1. zur Darlehensabteilung der Postbank und 2. zum ersten Treffen mit dem Architekten S. (Name gründlich geändert).

Nein, ich falle nicht auf jeden Typen rein. Bitte, ich hielt den Mann für vertrauenswürdig. Aus folgenden Gründen: bisschen Grau im Haar, das sprach für Erfahrung. Kleiner Saab vor der Tür, das zeugte von Erfolg. Sein entschiedener Auftritt: Der wird die Handwerker schon im Griff haben. Da war diese Sehnsucht: Der nimmt dir das alles ab.

Architekt S. war mir aufgefallen, weil ein Architekturmagazin über seinen beispielhaften Umbau eines Schuppens in ein Eigenheim berichtet hatte. Er hatte einen Lehrauftrag für Architektur. Im Stadtbild konnte man modernen Wohnungsbau aus dem Büro des Architekten S. bewundern. »Ein Wintergarten für Ihr Reihenhaus?«, hatte er gesagt, »das machen wir Ihnen schnell.« Kein Thema. »Das machen wir ja nicht zum ersten Mal.«

Okay, ich bin auf den Typen reingefallen, weil er graue Schläfen hatte und einen Saab fuhr.

Zackzackzack, schon hatte er einen ganzen Lichttrakt um unser Haus skizziert. Meine Arbeitsecke hieß jetzt: Bibliothek. Paar Tupfer hier, Architektenschraffur da, Seitenansicht, Flächenberechnung, schon stand der Bauantrag. Ach, noch der Auftrag. Unterschreiben Sie bitte hier!

Ein achtseitiges Dokument. Einzelposten, Profile 50/100, Riegel 50/50 Viss-Profil, 4 Stk. Oberlichter, Sonderprofilanschlüsse und so weiter ... Ich bat um Erklärung. Ist nicht nötig. Ich wies darauf hin, dass ich das nicht überblickte. Ich wurde darauf hingewiesen, dass ich das gar nicht überblicken könne. Aber dafür hat man doch einen Architekten, Frau Doktor Mayer! Im Ton von »Ihren hübschen Kopf ...«. Ich unterschrieb.

Mein Bauauftrag verpflichtete die Firma X., mir einen Wintergarten zu liefern. Besser gesagt: Er verpflichtete mich, einen Wintergarten zu bezahlen, den die Firma X. liefern würde. Zum Zeitpunkt der Unterschrift nahm ich an, es wäre ein Wintergarten wie der, den mir der Architekt gezeigt hatte: schmale Alufelgen, minimalstes Design. Modell Jansen, ein Schweizer Fabrikat. Der Daimler der Verglasungstechnik! Da konnte gar nichts schief gehen.

Aber alles ging schief.

Es war beim Frühstück mit Eric. Ein alter Freund, ein seltener Besuch aus den USA, wir aßen Croissants mit Ingwerkonfitüre. Auf der anderen Seite der Terrassentür schaufelten drei Gestalten einen Graben. Da sollte das Fundament rein. »Klein, dein Wintergarten, oder nicht?«, sagte Eric angelsächsisch freundlich. Klein?

Im Dreck lag ein ausgeklappter Zollstock. Direkt vor dem Zollstock wurde gegraben. Die Männer knurrten, das sei aber drei Meter vom Haus. Meine Kinder krähten, ein Zollstock sei aber immer zwei Meter lang. Die Männer drohten im Ton von »Frauen und Kinder!«, sie hätten eine Zeichnung. Einer griff in die Tasche. In der Hand hielt er ein verschmiertes Papiertaschentuch. Darauf waren Striche und Zahlen. Die hätte ihm der Architekt per Telefon durchgegeben. Falsche Zahlen.

Was hat eine Frau auf dem Bau zu suchen?

Es gab also keine Ausführungszeichnung. Die Sohle wurde trotzdem drei Meter breit, darauf bestand ich. Aber als sie fertig war und ich aus der Terrassentür sah, hatte ich ein Gefühl der Enge. In einem Reihenhaus ist Enge eine geübte Empfindung. Ich maß trotzdem nach: zehn Zentimeter zu kurz! Der Architekt sagte, er habe sich »im ganzen Leben« noch nie vermessen. Womit ich denn gemessen hätte. Er werde das überprüfen mit seinem großen Lasermessgerät. Dann sagte er, die Sohle sei zu kurz, weil meine Hausmauer zu dick sei. Ich bat um die Ausführungszeichnungen. Er schrieb einen Brief und machte die Abgabe von meiner Zustimmung zu einem höheren Honorar abhängig, einem, das nach Auskunft der Architektenkammer für »Atomkraftwerke oder ein Großklinikum« angemessen wäre. Nicht für ein Reihenhaus.

Unser Ton war zwischenzeitlich schon etwas schärfer geworden. Und dies wurde wahrgenommen. »Mampfi, wann kommt denn heute dein Arschitekt«, flötete mein süßer Kleiner morgens scheinheilig. Man kann es nicht anders sagen. Der Architekt behandelte mich immer öfter wie eine Frau. Eine Frau hat auf einem Bau nichts zu suchen. Auch nicht, wenn sie da wohnt. Oder Bauherrin ist, na, dann schon gar nicht. Eine Frau auf dem Bau macht entweder dumme Bemerkungen, dann ist sie eine blöde Tussi. Oder sie hat Recht. Dann ist sie eine ganz blöde Zicke.

Beispiel: die »lichte Traufe«. Was das sei, fragte ich, und da lächelte er, mein Architekt. Liebe Frau Doktor Mayer, da stoßen Dachglas und Wandglas direkt, ohne störende Riegelverbindung, zusammen. Ob das denn dicht sei? Jetzt lächelte mein Architekt gequält. Das sei natürlich »verklebt!«. Hä? Mit Silikon. Das erfuhr ich erst Monate später. Silikon! Doch nicht das Kaugummi, das oben am Badewannenrand entlangschimmelt?!

Der Architekt lächelte zu diesem Zeitpunkt mit gefletschten Zähnen: »Liebe Frau Doktor Mayer, es ist natürlich ein ganz anderes Silikon als oben an Ihrer Badewanne!« Wieder Monate später, als ich dem zur Hilfe geeilten Gutachter über die geplante Verklebung mit Silikon referierte, sah der Typ mit Mitleidslächeln auf mich herab und sagte: »Liebe Frau Doktor Mayer, aber die Probleme mit Silikon sollten Sie doch von Ihrer Badewanne kennen!«

Die Bestandsaufnahmen des Gutachters haben sich auf viele Seiten addiert. Die Trennmauer zur Nachbarin hing in der Luft. Weil die Sohle nicht bis drunter reichte, siehe oben. Die Isolierung der Mauer war auf der falschen (Innen-)Seite eingeplant. Die Mauer wurde abgerissen. Die Isolierung am Anschluss des Wintergartendaches an die obere Hauswand war vergessen worden. Das Gestell aus stählernen Doppel-T-Trägern war mangelhaft auf der Bodensohle verankert. Es gab keine Statik. Als es eine gab, wurde der Boden wieder aufgerissen und die Verankerung verstärkt ... Und so fort. Der Gutachter sagte milde: »Liebe Frau Mayer, genau genommen wissen Sie doch gar nicht, was für ein Wintergarten bei Ihnen gebaut werden soll.« Er empfahl, sich Zeit zu nehmen, nachzuplanen.

Den Architekten S. zu feuern war ein Leichtes. Zwei Briefe vom Anwalt, raus war er. Aber er hinterließ Spuren in meinem Leben, mächtige Doppel-T-Träger-Spuren. Der Vertrag mit der Metallbaufirma X. bestand ja weiter. Ein Vertrag, der, wie angedeutet, mich verpflichtete, der Firma X. einen Wintergarten abzukaufen. Jederzeit hätte ich ausrufen können: »Will ich aber nicht mehr, euer blödes Ding.« Aber bezahlen hätte ich es müssen. Oder beweisen, dass dieser Wintergarten, trotz aller vorstellbaren Bemühungen der Mängelbeseitigung, nie funktioniert hätte. Ich hätte dem Gericht glaubhaft machen müssen, dass ein Wintergarten, der nicht existierte, auch nicht zu gebrauchen gewesen wäre, würde er existieren. Der Anwalt murmelte etwas von maximal 50 000 Mark. Meine beiden neuen jungen Architekten versprachen, weiterzubauen und dem Bauer auf die Finger zu sehen.

So gerieten wir von den Höhen des Irrsinns in die Ebene der methodischen Folter.

Der Wintergartenbauer wollte seine Unterlagen vorlegen. Der Wintergartenbauer wurde daran erinnert, dass er seine Unterlagen vorlegen wollte. Dem Wintergartenbauer wurde eine Frist gesetzt, seine Unterlagen vorzulegen. Dem Unterlagenbauer wurde eine letzte Frist gesetzte, seine Winterlagen zu erinnern. Der erinnerte Unterleger winterte seine Papiere vor ... Daraus ging hervor, dass er für den gesamten Dachbereich Glas eingekauft hatte, das den falschen Wärmeschutzwert hatte. Es war natürlich billigeres Glas. Es war völlig unklar, wie der Wintergartenbauer sich vorstellte, dieses Glas zu einer »lichten Traufe« zu verbauen. Der Wintergartenbauer versprach, die Traufe nachzuplanen.

Der Wintergartenbauer wurde daran erinnert, dass er die Traufe nachplanen wollte ... Die Traufe mit der Badewannenkaugummi-Verklebung wurde zum Treppenwitz. Der Witz geht so: Wer Scheiben aus Wärmeschutzglas, die als Sandwich aus verschiedenen Schichten gebacken werden, in einen Rahmen aus Holz oder Plastik oder Stahl setzt, schützt den Rand der Gläser vor Sonnenlicht. Wer Gläser ohne Rahmen aneinander baut, setzt den Rand der Gläser den UV-Strahlen aus, die diesen Rand auflösen. Es sei denn, man hat einen UV-verträglichen Rand gewählt. Die Gläser eines Wintergartens mit lichter Traufe sollten auf jeden Fall einen UV-verträglichen Rand haben, weil diese Gläser sonst, nach Ablauf von vier oder fünf Jahren und jedenfalls nach Ablauf der üblichen Garantiezeit von zwei Jahren, blind werden, knacken oder sich sonst wie zu Sondermüll transformieren. War nicht witzig? So ist es.

Mein Wintergarten musste, aber er durfte keine Glasscheiben mit UV-verträglichem Randverbund haben. Nach den Richtlinien für Wärmeschutz musste Glas mit Wärmeschutz, K-Wert 1,3, verbaut werden ... Das interessiert Sie jetzt nicht so? Sie finden das zu detailliert? Langweilt Sie?

Soll ich was verraten? Mir ist es auch zu viel. Ich wurde zwangsinteressiert. Den ganzen Sommer des Jahres 1998 habe ich mit Glaszeugnissen, Glasproben, Vorlagen, zurückgezogenen Angeboten, Rechtsanwaltsschreiben, Faxen der großen Glaslieferanten verbracht.

Anrufe natürlich vormittags. Oder nachmittags, jedenfalls während der besten gutachterlichen oder architektonischen und natürlich auch journalistischen Arbeitszeit gab es unweigerlich Gespräche zu führen, über Glaszeugnisse, Vorlagen, Gutachten, Einsprüche, Fristen. Die Zeit kann man abends natürlich dranhängen, statt Abendessen mit den Kleinen. Oder statt Freunde zu sehen. Oder ins Kino zu gehen. Klavier spielen, ha! Wochenende? Hihi. Man kämpft. Es geht ums Ganze, wintergartenmäßig gesehen und natürlich finanziell. Aus so einem Schlamassel helfen einem nur Helden, natürlich nur solche wie jene Architekten, die ihr Honorar nicht pauschal, sondern in Stunden abrechnen. »Sie verstehen das Risiko, das in einem solchen Fall liegt?« Aber klar. Wer, wenn nicht ich?

Jedes Telefonat mit dem Architekten kostet, und wenn der mir eine Woche später berichtet, dass er den Wintergartenhersteller nicht erreicht hat, dann tickt erneut die Uhr.

Ja, so war ich unter die Räuber gefallen. Sie brachen nicht ein, sie schickten einfach Rechnungen. In dieser Phase kommen Maurerrechnungen mit Stundenzetteln für Tage, an denen augenscheinlich niemand hier war. Es werden Quadratmeter Betonsohle abgerechnet, die nie verbaut wurden, die gar nicht alle in meinen Handtuch-Garten passen würden. Es werden, für das Verlegen von zweieinhalb Bodenfliesen mit der Kantenlänge 30, sechseinhalb Arbeitsstunden aufgeschrieben. Mein Anwalt, der mir zur Seite gesprungen war, um mich aus den Klauen eines inkompetenten Architekten zu retten, sah sich nun über Wochen damit beschäftigt, ungerechtfertigte Forderungen abzuwehren. Streitwert: gut 20 000 Mark. Auch dafür werde ich bezahlen müssen.

Es gab, in dieser tiefen Ebene, absolute Tiefpunkte. Nachts knallte die Plastikplane, mit der der Schandfleck in meinem Garten notdürftig gegen Regen abgedeckt worden ist. Die Nachbarn drohten, mich wegen Ruhestörung zu verklagen. Manchmal dachte ich, dass alles Schöne aus meinem Leben verschwunden wäre. Es gab Momente, in denen ich nur eine Lösung sah: mich an diesem rostigen Gestell einfach aufzuhängen. Es gab Augenblicke, in denen ich nur mühsam meine Fantasie zügeln konnte, mir auszumalen, wie ich auf meine Verfolger schieße, einmal, zweimal, durchladen, und wie Herr Arschitekt S. mich dann anschaut und mit brechendem Auge und voller Erstaunen sagt: »Aber Frau Doktor Mayer, aus Ihrer schönen ...«

Es gab auch echte Höhepunkte. Wie ein Freund kicherte und sagte: »Wetten, die schaffen die viertel Elbröhre, bevor du ...« Ich fiel ihn an. Tränen der Erlösung.

Das kleine Kind tanzte um mich herum und sang: »Das schaffst du nie, das schaffst du nie, das ...« Ich musste lachen.

Das große Kind sagte: »Aber Mama, wir brauchen doch gar keinen Wintergarten.«

Heute sitze ich draußen, unter dem Glasdach, die Schneeglöckchen sind, wie zum Greifen, neben mir. An den Türen regnet es rein. Aber es regnet ja nicht immer. Gerade habe ich einen Rostfleck am Gestell gesichtet. Und mal wieder mit dem Anwaltsbüro telefoniert. Der Entwurf zur Klage, hieß es, sei in der Post. Mit Kostennote. Na bitte, geht doch weiter.

 Original-Artikel
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