Nachrichtenarchiv

Im Archiv befinden sich 323 Artikel in 12 Kategorien.


aus der Kategorie Berufseinstieg & Arbeitsmarkt  
vom Sonntag, 18.02.2007

Wege in die Selbständigkeit

Seminar bei der Architektenkammer Hessen


Ein erheblicher Teil der Zukunftsplanung ist neben rein wirtschaftlichen Erwägungen auch die Frage des Selbstverständnisses: Was passt zu mir, wo habe ich mit meinen Fähigkeiten die besten Chancen, was möchte ich erreichen? Dieser Zielfindungsprozess beginnt mit in einer Situationsanalyse und führt in eine aktive Phase mit einer überschaubaren Anzahl von zu ergreifenden Maßnahmen.

Dieses Seminar richtet sich an angestellte und arbeitslose Architekten ebenso wie an Absolventen und Studenten. Offen und dialogorientiert erarbeiten die Teilnehmer eine eigene Zielrichtung und nehmen Praxisinformationen mit, die weitere Schritten erleichtern.

Die Referentin erarbeitet gemeinsam mit den Teilnehmern einen „Fahrplan durch die Unternehmensgründung“, beleuchtet anhand von Praxisbeispielen Arbeitsfelder und Handlungsmöglichkeiten und diskutiert mit den Teilnehmern die Chancen und Risiken der verschiedenen möglichen Berufswege. Schwerpunkte sind dabei die Findung der Gründungsidee und die Positionierung am Markt durch zielgruppengerechte Akquisition.

Die Themen
- Ausgangslage klären - was ist meine Motivation?
- Stärken und Schwächen - wo liegen meine Chancen?
- Kompetenzen und Wissen - worauf baue ich auf?
- Den Markt untersuchen - zukünftige Arbeitsfelder für Architekten.
- Gründungshilfen - wo gibt es Informationen und Unterstützung?
- Ziele setzen - das Wesentliche herausfinden.
- Eigene Perspektiven entwickeln - wo geht die Reise hin?
- Ideen präzisieren - was macht mein Büro aus?
- Geschäftsidee formulieren – welche Leistungen biete ich an?
- Region oder die ganze Welt? Das große Ganze oder Teilleistungen?
- Profil und Konstellation - das ideale Büro.
- Die Strategie - wie setze ich meine Ideen um?
- Mitstreiter und Partner finden - wer passt zu mir?
- Betätigungs- und Arbeitsfelder - Schwerpunkte setzen.
- Akquisition - woher kommen die Aufträge?
- Neue Wege suchen - initiativ werden.
- Netzwerke und Präsenz - damit man gefunden wird.
- Sich einen Namen machen - wie werde ich wahrgenommen?


Wege in die Selbständigkeit
EXISTENZGRÜNDUNG UND POSITIONIERUNG
Seminar an der Architektenkammer Hessen, Wiesbaden
5. März 2007, 10.00 bis 17.30 Uhr


Referentin: Sally Below
sally below cultural affairs / AKADEMIE FÜR ARCHITEKTUR KOMMUNIKATION PERSPEKTIVEN
Sally Below berät Architekten, Institutionen und Unternehmen in allen Strategie- und Kommunikationsfragen. November 2004 erschien ihr Buch "Wege in die Öffentlichkeit Public Relations und Marketing für Architekten". Im März 2007 folgt mit "Wege in die Selbständigkeit. Existenzgründung und Positionierung für Architekten" ein weiteres Beratungsbuch. Im Herbst 2005 gründete Sally Below mit dem Architekten Moritz Henning die AKADEMIE FÜR ARCHITEKTUR KOMMUNIKATION PERSPEKTIVEN.

Links

 Architektenkammer Hessen, Informationen zum Seminar
 sally below cultural affairs
 Akademie für Architektur Kommunikation Perspektiven

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aus der Kategorie Produkte  
vom Sonntag, 18.02.2007

www.beton.org zeigt beispielhafte Objekte

Es kommt drauf an, was man draus macht.


Bauten aus Beton sind so vielfältig wie der Werkstoff selbst. Auf der Internet-Seite der Zement- und Betonindustrie können nun erstmals moderne Architekturprojekte, die beispielhafte Anwendungen mit Beton zeigen, nach bestimmten Kriterien gesucht und gefunden werden.

In Ergänzung des Branchenportals www.beton.org wurde die Beton-Objektdatenbank vor kurzem unter www.beton.org/objekte freigeschaltet. Die Datenbank enthält derzeit bereits über 140 Projekte. Wöchentlich kommen neue Bauten aus Deutschland, den Nachbarländern und aus aller Welt hinzu. Unterteilt in Wohnungsbau, Nichtwohnungsbau, Straßen-, Landschafts- und Gartenbau, Infrastruktur/Verkehr bieten diese Bauwerke einen aufschlussreichen Überblick über den aktuellen Einsatz, über Trends und Techniken des vielseitigen Werkstoffs und den Stand der Architektur- und Ingenieurkunst.
In der umfangreichen Objektdatenbank sind die Bauten gezielt verschiedenen Merkmalen zugeordnet. So lassen sie sich etwa nach Ländern/Regionen, Gebäudeart, Ausführungsart oder Auszeichnung abrufen. Auf diese Weise bietet die Datenbank einen hervorragenden Überblick etwa über relevante Kulturbauten, die in jüngster Zeit mit Beton realisiert worden sind. Nicht zuletzt aus diesem Grund ist die Dokumentation auch ein hervorragendes Instrumentarium bei der Ideenentwicklung in der Entwurfsphase und bietet Bauherren und Planern Anregungen für die Entwicklung eigener Bauvorhaben. Architekten, die ein interessantes Projekt in Betonbauweise realisiert haben, können dieses wiederum zur Einpflege anbieten.

Links

 beton.org Objektdatenbank

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aus der Kategorie Veranstaltungen  
vom Dienstag, 06.02.2007

Karriereforum: IKOM BAU 2007 an der TU München

Informationen für Studenten der Architektur, Bauingenieur- und Vermessungswesen


Am 31. Januar 2007 öffnet zum ersten Mal die IKOM BAU, ein Karriereforum von und für Studenten der Fakultäten Architektur sowie Bauingenieur- und Vermessungswesen der TU München, ihre Türen. Mit der IKOM BAU wird der erfreulichen Vielfalt potenzieller Arbeitgeber und berufsständischer Einrichtungen in der Baubranche Rechnung getragen.
Ziel des Forums ist es, die Kommunikation zwischen Studierenden, Absolventen sowie wissenschaftlichen Mitarbeitern der Technischen Universität München und den rund 30 Teilnehmern - Ingenieurbüros, Baufirmen und Verbänden - aufzubauen und zu fördern.

Der Abschluss der IKOM BAU findet im Theresianum (Gebäude 6) der TU München, Zugang über Theresienstraße, statt. Unter der Organisation von Prof. Dr.-Ing. Gerhard Müller, Ordinarius am Lehrstuhl für Baumechanik der TU München, referieren in dieser Informationsveranstaltung drei Experten verschiedener Bereiche des Bauingenieurwesens über ihre Arbeitsschwerpunkte und ihren beruflichen Werdegang: Ulrich Dick, Vorsitzender der Geschäftsleitung der HOCHTIEF Construction AG, Niederlassung München, Dr. André Müller, Geschäftsführender Gesellschafter der Zilch + Müller Ingenieure GmbH, sowie Josef Poxleitner, Ministerialdirektor der Obersten Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern.

Die IKOM Bau ist Teil des Karriereforums IKOM, das seit knapp 20 Jahren an der Technischen Universität München erfolgreich den Kontakt zwischen Absolventen und Unternehmen der Wirtschaft herstellt. Auch in diesem Jahr werden sich über 170 Unternehmen auf der IKOM2007 vom 26. bis 28. Juni am Campus Garching präsentieren.

Links

 IKOM BAU 2007

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aus der Kategorie Studienprojekte  
vom Dienstag, 06.02.2007

Vernissage: Studierende entwerfen Trauerarchitektur

Ahorn-Grieneisen AG und TFH Berlin kooperieren


Eine außergewöhnliche Aufgabe haben sich Studierende der Technischen Fachhochschule Berlin (TFH) gestellt. Im Auftrag von Ahorn-Grieneisen, Deutschlands größtem Bestattungsunternehmen, wagten sie sich architektonisch an das Thema Tod, Trauer und Abschied. In zwei Seminaren entwarfen 70 Architekturstudenten Modelle für Trauerhallen und Abschiednahmeräume und suchten nach geeigneten Materialien für diese sensiblen Räume.

Die Studierenden wurden inspiriert, sich auf elementare Gestaltungsprinzipien wie Proportion und räumliche Klarheit, Qualität des Lichtes und der Materialien zu konzentrieren. "Die architektonische Annäherung an das Thema Tod unterscheidet sich sehr stark von den üblichen Aufgaben, alle Beteiligten mussten erst einmal innehalten", erklärt Prof. Dr. Susanne Junker. "Durch die Zusammenarbeit mit der TFH wollen wir unvoreingenommene und zeitgemäße Ideen von jungen Menschen für die Gestaltung von Trauerräumen sammeln", erklärt Carolin Seufert, von der Ahorn-Grieneisen AG, deren Haus der Begegnung mit seiner Architektur für einen neuen Umgang mit Trauer steht. Durch moderne Materialien wie Alu und satiniertes Glas, kombiniert mit Holz, warmen Farben und asiatischer Gartenkunst wird auch hier Transparenz und Ästhetik vermittelt.

Die besten Entwürfe, Modelle und Zeichnungen sind jetzt im Haus der Begegnung ausgestellt. Der Präsident der Technischen Fachhochschule Berlin Prof. Dr.-Ing. Reinhard Thümer wird die Ausstellung "Trauerarchitektur" eröffnen:

Am Montag, 5. Februar 2007, um 19.00 Uhr, im Haus der Begegnung der Ahorn-Grieneisen AG, Fürstenbrunner Weg 10-12, 14059 Berlin

Medienvertreter sind herzlich willkommen.
Die Ausstellung ist vom 5. Februar - 28. April 2007 im Haus der Begegnung, montags bis freitags von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Links

 Ahorn-Grieneisen AG
 TFH Berlin

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aus der Kategorie Berufseinstieg & Arbeitsmarkt  
vom Dienstag, 06.02.2007

Wir sind alle Praktikanten

Vorboten der Globalisierung


Die Generation Praktikum ist nicht das Risiko einer kleinen randständigen Gruppe prekärer Akademiker. Sie ist Vorbote einer Globalisierung, die auch das ganze westliche Lebens- und Erwerbsmodell auf den Kopf stellen wird: Beruf, Geld und Liebe.

Svenja rollt mit den Augen, "das Thema nervt". Sie kann die Frage nicht mehr hören. Die Frage nach [...]

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 Artikel in der taz vom 31.1.2007

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aus der Kategorie Studienangebote  
vom Dienstag, 06.02.2007

Bewerbungen sind erwünscht

Schüler können sich zum Eignungstest Architektur an der HTWK Leipzig anmelden


Seit Montag, den 8. Januar 2007, können sich Schüler, die Architektur studieren möchten, wieder an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK Leipzig) für die Eignungsprüfung Architektur anmelden. Die bestandene Prüfung ist neben der Hochschulzugangsberechtigung (Abitur oder Fachhochschulreife) eine Voraussetzung, um für diesen Studiengang zugelassen zu werden. Schüler, die derzeit noch keine Hochschulzugangsberechtigung erworben haben, dürfen sich - unter der Voraussetzung diese bis Juli 2007 zu erwerben - ebenfalls beteiligen. Für alle gilt jedoch: Nur wer sich zur Prüfung angemeldet hat, darf teilnehmen. So genannte Mappen mit Arbeitsproben müssen nicht erstellt werden.

In der zweistündigen Klausur werden Fähigkeiten wie räumliche Vorstellung, zeichnerische Darstellung, künstlerisch-gestalterische Auffassungsfähigkeit und Kreativität getestet. Diese Prüfung dient dazu, das Erreichen des Studienzieles sicher zu stellen. Der Studiengang Architektur bildet eine oder mehrere Kommissionen, um den Test durchführen und die Ergebnisse bewerten zu können. In den letzten Prüfungen bekamen die Bewerber beispielsweise die Aufgabe, ein Logo für die Messestadt Leipzig zu zeichnen oder eine Umschlagseite zu gestalten. Alle Schüler, die eine Einladung erhalten haben, sollten für die praktische Prüfung Bleistifte, Buntstifte (Farben) und Zeichenhilfen nach freier Wahl mitbringen. Alle anderen Unterlagen werden gestellt. Die Ergebnisse werden dem Bewerber innerhalb von zwei Wochen mitgeteilt.

Im Durchschnitt haben sich in den vergangenen Jahren jeweils 300 Schüler für circa 80 Studienplätze beworben.

Bewerbungsfrist: 8. Januar bis 3. April 2007 (Ausschlussfrist)
Bewerbungsunterlagen und Infoblatt:
http://www.htwk-leipzig.de/stud/bewex/voraussetzung.html
Termin der Eignungsprüfung: Dienstag, 10. April 2007 (Osterdienstag)
Teilnahme nur auf Einladung.

Nähere Informationen zur Eignungsprüfung:
Marion Mitschack, Dezernat Studienangelegenheiten
Telefon: 0341/3076-6512, Mail: mitschack[at]k.htwk-leipzig.de

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 Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

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aus der Kategorie Presseschau  
vom Dienstag, 06.02.2007

Ein Arzt für kranke Wohnungen

Junge Architekten sorgen für's heimische Wohlbefinden


Einen Architekten bestellt man in Deutschland eigentlich nur, wenn man etwas bauen oder umbauen will. Nicht wenn man schlicht Beratung braucht. Architekten, deren Arbeitslage derzeit nicht gerade rosig ist, haben darin eine Marktlücke entdeckt und entwickelten das Konzept vom Roomdoctor, der [...]

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 Deutschlandradio Kultur

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aus der Kategorie Berufseinstieg & Arbeitsmarkt  
vom Dienstag, 06.02.2007

Studie bestätigt Praktikumsproblematik

Stellungnahme von fairwork e.V. zur Studie der Hans-Böckler-Stiftung


Endlich gibt es belastbares Zahlenmaterial zum Thema Absolventen im Praktikum. Die Studie "Generation Praktikum? Prekäre Beschäftigungsformen von Hochschulabsolventinnen und –absolventen?“ bringt es an den Tag. Rund 40% der Hochschulabsolventen sind Teil der Generation Praktikum: Sie machen ein oder mehrere Praktika nach dem Studienabschluss. Die Zahl der nach dem Studium absolvierten Praktika ist damit signifikant angestiegen.

Frank Schneider, Vorsitzender des Vereins fairwork e.V.: „Die Zahlen bestätigen unsere bisherigen Erfahrungen und Einschätzungen. Viele Hochschulabsolventen machen nach Ihrem Abschluss Praktika und ersetzen dabei nicht selten reguläre Arbeitnehmer.“

Dazu stellt die Studie folgendes fest:
„Nur 32 Prozent geben an, dass das Lernen bei den Praktika im Vordergrund steht.“ (Seite 4)

Damit hat sich die Zeit der Sucharbeitslosigkeit nach Beendigung des Studiums nicht nur verlängert, sie hat auch eine neue Form.

zu fairwork e.V.:
fairwork e.V. kümmert sich seit Oktober 2004 um das Thema „Hochschulabsolventen im Praktikum“ Der Verein setzt sich für faire Praktikumsbedingungen ein. Unter anderem fordert fairwork e.V. klare Regelungen für Praktika, eine gesetzliche Positivdefinition, sowie eine Mindestvergütung für Hochschulabsolventen im Praktikum.

Links

 fairwork e.V.

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aus der Kategorie Studienprojekte  
vom Dienstag, 06.02.2007

Wohngebiete besser planen

Stadtplanungsstudenten entwickeln Software zur Abschätzung von Folgekosten


Neue Wohngebiete auszuweisen liegt weiterhin im Trend. Es bringt Neubürger in die Gemeinde und erhöht die Steuereinnahmen, ist eine gängige Meinung. Doch das ist nur die halbe Wahrheit, haben Achim Tack und Frieder Hartung im Rahmen ihrer Diplomarbeit im Studiengang Stadtplanung an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen (HfWU) herausgefunden. Mit ihrem preisgekrönten Softwareprogramm "FoKoS" lassen sich die Folgekosten eines neuen Wohngebietes bestimmen. Und mancher Stadtplaner sieht danach Wohngebiete mit anderen Augen.
Was für jedes Wirtschaftsunternehmen, das sich mit seinen Produkten am Markt behaupten muss, selbstverständlich ist, scheint für die Planung von Wohngebieten in Kommunen bisher nur bedingt von Relevanz zu sein. Nämlich zu kalkulieren, welche Folgekosten bei einer Produkteinführung, zum Beispiel der Schaffung eines neuen Wohngebiets, entstehen. Diese Erkenntnis haben Achim Tack und Frieder Hartung gewonnen. Deshalb haben sie in ihrer Diplomarbeit im Studiengang Stadtplanung an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen (HfWU) das Programm "FoKoS" entwickelt. Es bildet die wirtschaftlichen Auswirkungen der Entwicklung kommunaler Wohngebiete über einen Zeitraum von 25 Jahren ab. Auf der BAU 2007, Europas größter Fachmesse der Baubranche in München, wurden sie im Rahmen des Wettbewerbes "AufITgebaut" vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie in der Kategorie Baubetriebswirtschaft mit dem dritten Preis bedacht.

Von diesem Erfolg ihrer Diplomarbeit, die in nur vier Monaten entstanden ist, sind die beiden Studenten überrascht. "Klar, wir wollten schon etwas entwickeln, das nicht nur in der Schublade liegen bleibt", sagt Achim Tack, "aber wir sind nie davon ausgegangen, dass da am Ende ein fertiges Produkt steht." Nach der Preisverleihung in München und Gesprächen in Stuttgart und Dortmund gibt es erste Interessenten für die Arbeit der beiden Stadtplaner. Dabei ist die Idee, die hinter ihrem Programm steht, ganz simpel. Über eine Eingabemaske gibt der Planer die Daten für sein neues Wohngebiet ein: Flächen, Infrastruktur, Planungskosten, Sondereffekte, Finanzierungskosten und noch einige mehr. Am Ende erhält er per Knopfdruck eine übersichtliche Auswertung, was die Investition in Wohnraum die Kommune in den nächsten 25 Jahren kostet. Mancher Stadtrat würde schwer schlucken, wenn er feststellt, dass ein neues Wohngebiet oft mehr als 15 Jahre braucht, bis erstmals Geld in der Stadtkasse hängen bleibt. "Es wird häufig unterschätzt, dass ein Wohngebiet oft erst nach weit über zehn Jahren voll bezogen ist", sagt Frieder Hartung, "zudem haben wir bei unseren Arbeiten festgestellt, dass der Zuzug von außen, der neues Steueraufkommen generiert, häufig viel zu hoch angesetzt wird."

Die beiden sind sich bewusst, dass sich "FoKoS" erst noch in der Praxis bewähren muss. Doch schon jetzt öffne das Programm den Planern in den Rathäusern durchaus die Augen für die Wirkungszusammenhänge und liefere ihnen Größenordnungen für die Folgekosten die infolge eines Wohngebietes entstehen. Individuell lassen sich die Berechnungsmodelle leicht an die Gegebenheiten einzelner Kommunen anpassen.

Die Arbeit der HfWU-Studenten wurde von Prof. Dr. Alfred Ruther-Mehlis betreut und ist in Zusammenarbeit mit Dr. Ing. Holger Keppel, Baubürgermeister der Stadt Rottenburg am Neckar, entstanden. Als Grundlage diente die Diplomarbeit von Matthias Seiler, der 2005 die Folgekosten von Wohngebieten in verschiedenen Kommunen verglichen hat. Tack und Hartung haben nun die komplexe Komponente der Wirkungszusammenhänge der öffentlichen Finanzwirtschaft, des Steuerrechts, der Infrastruktur- und der Gemeinbedarfsfinanzierung integriert. Der Lösungsansatz stellt die notwendigen Berechnungen nachvollziehbar dar und zeigt die erwarteten Steuereinnahmen sowie Aufwendungen für die Infrastruktur im direkten Vergleich.

Das Sparpotential für die Kommunen durch den Einsatz eines solchen Programms sei enorm, bestätigte Hartmut Schauerte, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, bei der Preisübergabe in München. Und das ist auch eine Botschaft der beiden Studenten: "Bessere Planung spart Geld. Heute wird die Kostenplanung von Wohnbauprojekten oft erst gemacht, wenn die Arbeiten laufen. Da ist dann Gegensteuern schwierig."

Ein weiterer Punkt, der den beiden wichtig ist, ist ihre Erkenntnis, dass mit "FoKoS" ein direkter Vergleich der Kostenplanung zwischen dem Bauen auf der Grünen Wiese und im Innenstadtbereich möglich ist. Hartung: "Der Flächenverbrauch für den Wohnungsbau ist enorm, während die Bevölkerung nicht weiter zunimmt. Neue Wohnflächen verbrauchen aber kostbare Flächen, die Raum und Geld kosten. Infrastruktur, wie Grünflächen, Straßen, Parkraum, die im Innenstadtbereich bereits vorhanden sind, müssen erst geschaffen werden."

Noch ist keine endgültige Entscheidung gefallen, wie es mit "FoKoS" weitergeht. Professor Dr. Alfred Ruther-Mehlis, der mit der Arbeit sehr zufrieden ist, sieht Marktpotenzial: "Die beiden haben mit ihrer Arbeit eine Lücke getroffen." Und so sehen die Planer ihrer beruflichen Zukunft positiv entgegen. Tack: "Die Wirtschaft läuft wieder an, da haben Stadtplaner viel zu tun."

Weitere Informationen über FoKoS[at]hfwu.de

Links

 Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen

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www.candarch.de